Bildgebende Präventionsdiagnostik

BrainAge

Das wahre Alter des Gehirns sichtbar machen — Jahre bevor sich cerebrale Schäden klinisch zeigen.

MRT-basierte volumetrische Analyse zur Früherkennung beschleunigter Hirnalterung.

Für Radiologie Für Präventivmedizin
+5
Jahre älteres Gehirn

Das Gehirn kann fünf Jahre älter sein als das chronologische Lebensalter — bei unauffälligem äußeren Befund.

Hirnvolumen ist in Studien ein integraler Marker für den allgemeinen Gesundheitszustand und das Sterberisiko. · Reykjavik-Studie · van Elderen et al., 2016

Die unsichtbare Gefahr

Das Gehirn altert mit — oft schneller als der Mensch

Mit zunehmendem Alter nimmt die Hirnsubstanz ab. Übersteigt dieser Verlust das altersübliche Maß, kann eine Gehirnatrophie der Vorbote einer Erkrankung von Gehirn oder Herz sein — lange bevor Symptome auftreten.

Beschleunigte Alterung verläuft still

Strukturelle Veränderungen entwickeln sich asymptomatisch und werden im klinischen Alltag übersehen.

Schäden werden irreversibel

Über das altersübliche Maß abgebautes Hirnvolumen geht dauerhaft verloren.

Frühes Handeln wirkt

Risikofaktoren lassen sich behandeln — vorausgesetzt, sie werden rechtzeitig erkannt.

Für wen ist BrainAge geeignet?

Patienten mit Risikofaktoren

Genau jene Menschen, die am meisten von einer Lebensstiländerung profitieren — bevor irreparable Schäden entstehen.

Bluthochdruck
Diabetes mellitus
Übergewicht
Fettstoffwechselstörung
Rauchen
Alkohol & Drogen

Auch neurodegenerative und neuroentzündliche Prozesse können die Hirnsubstanz schneller schwinden lassen als im normalen Alterungsprozess.

So funktioniert BrainAge

Vom MRT-Bild zum belastbaren Befund

Schonend, nicht-invasiv und vollständig automatisiert — integrierbar in den radiologischen Workflow.

1

MRT-Aufnahme

Standardisierte, strahlungsfreie Bildgebung des Gehirns am vorhandenen MRT-Gerät.

2

Volumetrie

Atlasbasierte automatische Vermessung der Hirnsubstanz mit validierter Software.

3

Alters-Vergleich

Abgleich mit einem Normkollektiv gesunder Probanden über die gesamte Lebensspanne.

4

Befundbericht

Klare Einordnung: Hirnvolumen und jährliche Veränderung im Normbereich oder auffällig.

Validierte methodische Grundlage von jung diagnostics: die Volumetrie basiert auf Opfer et al. (2023, Eur Radiol), die jährliche Hirnvolumenverlustrate auf Opfer et al. (2024, Int J CARS, „BrainLossNet").

Ergebnis I · Hirnvolumen

Wo steht der Patient im Normbereich?

Diagramm: Hirnvolumen in Milliliter aufgetragen über das Alter, mit Normbereich und Patientenwert
Normbereich (oben & unten) Patient/in (45 J.)
So lesen Sie den Befund
NormbereichHirnalter entspricht dem Lebensalter.
Roter BereichZu niedriges, auffälliges Hirnvolumen.
Auffälliger Befund

Liegt das Hirnvolumen sicher im roten Bereich, wird eine ergänzende fachärztliche Abklärung empfohlen.

Ergebnis II · Verlauf

Schreitet der Volumenverlust voran?

Bei wiederholter Messung und im Vergleich mit der Voruntersuchung zeigt die jährliche Hirnvolumenveränderung (HVV) eine Zunahme des geschätzten Hirnalters.

Diagramm: jährliche Hirnvolumenveränderung über das Alter, mit altersentsprechender Grenze und Patientenwert
Grenze altersentsprechend Patient/in (45 J.)
Altersentsprechender Verlauf

Die jährliche Veränderung liegt im Normbereich — der Verlauf ist unauffällig.

Progredienter Verlauf

Liegt die HVV sicher im nicht-altersentsprechenden Bereich, ist eine fachärztliche Abklärung angezeigt.

Der Mehrwert für Ihre Praxis

Warum BrainAge anbieten?

Frühzeitig statt zu spät

Erkennen Sie beschleunigte Hirnalterung, solange Risikofaktoren noch beeinflussbar sind.

Schonend & nicht-invasiv

Strahlungsfreie MRT-Bildgebung ohne Belastung für den Patienten.

Objektiv & reproduzierbar

Automatisierte Volumetrie liefert quantitative, vergleichbare Werte statt subjektiver Einschätzung.

Verlauf messbar machen

Wiederholungsmessungen dokumentieren den Therapieerfolg über die Zeit.

Motivation für Patienten

Das „Hirnalter" ist ein eingängiges, motivierendes Maß für Lebensstiländerung.

Profilschärfung

Positionieren Sie Ihre Praxis als Anbieter moderner, bildgebender Prävention.

Verantwortungsvoll eingesetzt

Klare Indikation, klare Grenzen

BrainAge ist ein Baustein der Risikoeinordnung — und ersetzt keine fachärztliche Diagnose.

Was BrainAge leistet

  • Quantifiziert Hirnvolumen und dessen jährliche Veränderung
  • Vergleicht den Befund mit einem gesunden Normkollektiv
  • Übersetzt das Ergebnis in ein verständliches „Hirnalter"
  • Identifiziert auffällige und progrediente Befunde

Was danach folgt

  • Bei Auffälligkeit: ergänzende fachärztliche Abklärung
  • Überprüfung und aktive Reduktion beeinflussbarer Risikofaktoren
  • Verlaufskontrolle zur Dokumentation des Therapieerfolgs
  • Einbettung in das individuelle Präventionskonzept
Beratung anfragen

Machen Sie das Hirnalter sichtbar.

Bringen Sie BrainAge in Ihre Radiologie oder Präventionssprechstunde — und erkennen Sie Gesundheitsrisiken, bevor sie irreversibel werden.

Ausschließlich für medizinisches Fachpersonal bestimmt.

Wissenschaftliche Evidenz · Aktuelle Literatur

Belege für die Kernaussagen

Hirnalter als Biomarker der Hirngesundheit

Cumplido-Mayoral et al. (2024). The mediating role of neuroimaging-derived biological brain age in the association between risk factors for dementia and cognitive decline. Lancet Healthy Longev 5:e276–e286.

Marseglia et al. (2025). Biological brain age and resilience in cognitively unimpaired 70-year-old individuals. Alzheimers Dement 21:e14435.

Kou et al. (2024). Proteomic brain age gap, dementia risk and brain volume measurements. Innov Aging 8(S1):igae098.

Vaskuläre Risikofaktoren & beschleunigte Alterung

Cheng et al. (2024). Markers of biological brain aging mediate effects of vascular risk factors on cognitive and motor functions (UK Biobank & Hamburg City Health Study). medRxiv 2024.07.24.24310926 (Preprint).

Daviet et al. (2022). Associations between alcohol consumption and gray and white matter volumes in the UK Biobank. Nat Commun 13:1175.

Hirnvolumen & Mortalitätsrisiko

van Elderen et al. (2016). Brain volume as an integrated marker for the risk of death (AGES–Reykjavik Study). J Gerontol A Biol Sci Med Sci 71:131–137.

Yi et al. (2024). Baseline and longitudinal MRI markers associated with 16-year mortality in cerebral small vessel disease (RUN DMC). Neurology 103(4):e209701.

Beeinflussbare Faktoren & Prävention

Livingston et al. (2024). Dementia prevention, intervention and care: 2024 report of the Lancet standing Commission. Lancet 404:572–628.

Bachmann et al. (2025). Protective effects of socioeconomic status and lifestyle on amyloid- and WMH-related brain atrophy. Ann Neurol 98:1222–1236.

WHO (2019). Risk reduction of cognitive decline and dementia: WHO guidelines. World Health Organization, Geneva.

Methodische Grundlage · jung diagnostics

BrainAge: Opfer et al. (2023). Automatic segmentation of the thalamus using a massively trained 3D convolutional neural network. Eur Radiol 33(3):1852–1861.

Hirnvolumenverlustrate: Opfer et al. (2024). BrainLossNet: a fast, accurate and robust method to estimate brain volume loss from longitudinal MRI. Int J Comput Assist Radiol Surg 19:1763–1771.